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 Laser-Wurzelbehandlung

 Dr. EWALD LUFTENSTEINER

Effektive und

schonende

Wurzelbehandlung mittels Dentallaser

Viele Vorteile

Sollte eine Wurzelbehandlung unvermeidbar sein, ist der Einsatz des dentalen Lasers von Vorteil. Die Effektivität des Lasers verkürzt die Zeit der Wurzelkanalbehandlung, erlaubt den Einsatz dünnerer Feilen und der Abtrag von Zahnhartgewebe wird vermindert, wodurch der Zahn stabiler sowie bruchfester bleibt. Etwaige hervorgerufene Beschwerden sind durch die weitreichende Beseitigung der schädigenden Bakterien und des Restgewebes weitaus geringer.

 

GENERELL GILT:

Je stabiler, desto bakteriendichter! Die Anfertigung einer zahnumschließenden Krone ist daher als Teil des dauerhaften Zahnerhaltes zu verstehen. Die 10-Jahres-Überlebensrate erstmalig wurzelbehandelter und mittels bakteriendichter Krone versorgter Zähne beträgt annähernd 98% und damit dieselbe Wahrscheinlichkeit wie bei Implantaten. Der Kampf um den eigenen Zahn zahlt sich aus, denn die natürliche Zahnwurzel ist das bessere Implantat!

 

 

 

Antworten

von Dr. Luftensteiner

auf häufig gestellte Fragen

zur Wurzelbehandlung mit

dem dentalen Laser

  • Ein Wurzelkanal ist nicht rund und außerdem weit verzweigt. Wir schaffen es mit unseren Feilen gerade noch, den Hauptkanal zu säubern, jedoch kaum Einziehungen und Verzweigungen. Hier hilft der Einsatz von Spüllösungen, die desinfizieren und Gewebe auflösen können, denn das Ziel von Wurzelbehandlungen ist nunmal, Bakterien und Gewebe des abgestorbenen Nervs zu entfernen. Der Laser aktiviert eine Spüllösung photoakustisch. Die Energie des Lasers überträgt sich auf die Flüssigkeit, wobei Stoßwellen und Bläschen entstehen, welche alle Areale im Zahninneren erreichen und so sowohl Bakterien als auch Gewebereste sehr effektiv und schnell entfernen. Dabei berührt die Spitze des Lasers nicht einmal den Zahn, nur in die Spülflüssigkeit im Zahn wird die Lasersonde getaucht.

  • Die Erfolgsquote wurzelbehandelter Zähne steigt durch den Einsatz moderner Methoden. Unsere hochflexiblen Nickel-Titan-Feilen waren bereits ein Meilenstein der Zahnheilkunde. Das Mikroskop ermöglicht uns die Sicht auf kleinste Wurzelkanaleingänge und der Laser erhöht die Effektivität bei der Entfernung von Geweberesten und Bakterien. Damit werden unsere Behandlungen noch effektiver und genauer.

  • Ist der Nerv aufgrund von Karies, einer tiefliegenden Füllung oder durch ein Zahntrauma (Unfall) abgestorben, ist eine Wurzelbehandlung notwendig. Manchmal passiert dies auch aufgrund sogenannter Parafunktionen wie Pressen und Knirschen im Schlaf. Eine Entzündung des Zahnnervs kann mit massiven Schmerzen einhergehen, muss es aber nicht. Es gilt: Eine Reaktion auf kalt wäre gut und reversibel, eine Reaktion des Zahnes auf warm/heiß hingegen ein deutliches Zeichen einer irreversiblen Entzündung des Zahn-Nervs. Der irreversibel geschädigte Nerv, seine Begleitgefäße (Arterie und Venen) sowie das Bindegewebe in der Nervenhöhle und den Wurzelkanälen muss entfernt werden. In weiterer Folge werden diese Kanäle so bakteriendicht wie möglich gefüllt und der Zahn dauerhaft verschlossen.

  • Das hängt primär vom Zustand des Zahnes an. Wurde er noch nie wurzelbehandelt und aufgrund einer tief liegenden Füllung oder Karies erstmals beherdet, sehen die Chancen den Zahn erhalten zu können sehr gut aus. Ist der Zahn bereits langjährig wurzelbehandelt und neuerlich infiziert, sinkt die Wahrscheinlichkeit eines Behandlungserfolges. Konkret liegt die 10-Jahresüberlebensrate des Zahnes nach erstmaliger Wurzelbehandlung und entsprechender Versorgung bei 98%, also so hoch wie bei Implantaten. Der eigene Zahn ist aus meiner Sicht jedoch das bessere und insbesondere natürlichere Implantat. Letztendlich hängt es vom Gesamtzustand des Zahnes ab, ob mit gehörigem Aufwand versucht werden soll diesen zu erhalten. Die Diagnose kommt schließlich vor der Therapie.

  • Das Ziel der Wurzelbehandlung besteht darin, infiziertes körpereigenes Gewebe (Nerv, Gefäße, Bindegewebe) aus dem Kanalsystem und der Nervhöhle zu entfernen bzw. eingedrungene Bakterien zu eliminieren und danach steril wie bakteriendicht zu versiegeln. Natürlich gewachsene Strukturen haben leider keinen geometrisch Aufbau, so wie wir das gerne hätten. Die hochflexiblen Nickel-Titan-Feilen für die Wurzelbehandlung sind kreisrund und können somit nicht die gesamte Komplexität des Wurzelkanals erfassen. Man versucht daher mit gewebeauflösenden Einlagen und Spüllösungen den Zahn in seinem Inneren sauber und frei von Bakterien zu bekommen. Das Operationsmikroskop gewährt Sicht auf feinste Strukturen, die dem freien Auge bislang verborgen blieben. Der zahnärztliche Laser aktiviert die Spüllösung und sprudelt diese derart auf, dass die Wirkung der Lösung verstärkt wird und alle Areale im Zahn erreicht werden. Zusätzlich desinfiziert der Laser besonders gründlich, da das Laserlicht eben auch alle Stellen erreicht.

  • Das Kanalsystem des Zahnes wird mit einem kautschukähnlichen Material (Guttapercha) gefüllt. Dabei füllt ein flüssiger Zement die Hohlräume aus, die der kreisrunde Guttaperchastift nicht erreichen kann. Herkömmlicher Zement schrumpft ein wenig, neue Biozemente quellen stattdessen etwas auf, was in einer höheren Bakteriendichtheit resultiert. Abschließend sollte der Zahn mittels einer Krone verschlossen werden, da beim wurzelbehandelten Zahn viel Zahnhartsubstanz verloren ging (das gesamte Nervhöhlendach und oftmals wegen dem erleichterten Zugang auch Teile der Zahnwände). Eine Füllung würde wie ein Keil wirken und die Zahnwände stressen, die oft lange nach der Versorgung frakturieren. Eine Krone umschließt den Zahn zur Gänze, stabilisiert ihn und ist am bakteriendichtesten.

  • Bei beherdeten Zähnen ist des Öfteren kein oder kaum ein Anzeichen im Kleinbild-Röntgen zu erkennen. Nachdem das Bild eine zweidimensionale Darstellung des Zahnes darstellt, können die radiologischen Zeichen oft nicht einem Kanal zugeordnet werden. Hier hilft das 3D-Röntgen ungemein, denn befallene Kanäle, Kanalverläufe, Undichtigkeiten, Seitenkanäle etc. lassen sich damit gut darstellen.

  • Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten, denn es kommt auf die Ursache der Beherdung an. Nicht selten wird bei den oberen Molaren (den 6ern und 7ern) der fast immer anzutreffende 4. Wurzel-Kanal übersehen. Hat der Zahn eine undichte Füllung , treten Bakterien ein und besiedeln im Laufe der Zeit diesen Wurzelkanal. In diesem Fall sind die Erfolgsaussichten recht gut, wenn dieser sehr feine Kanal in voller Länge behandelt und gefüllt wird. Ist der Zahn hingegen stark bakterienbesiedelt und fistelt er gar (hat also einen eitrigen Kanal in die Mundhöhle), stehen seine Chancen nicht so gut. Das Zahnbein (Dentin) ist eine sehr feine Röhrenstruktur, welche von Bakterien besiedelt werden kann und diese lassen sich von Spüllösungen nicht wirklich beeindrucken. Hier hilft der zahnärztliche Laser, der Behandlungserfolg kann jedoch auch bei dieser Behandlungsmethode nicht garantiert werden. Erstmals wurzelbehandelte und mit Krone versorgte Zähne weisen wie Implantate eine 10 Jahres-Überlebensrate von 98% auf, revidierte Zähne je nach Methode um die 70%.

  • Die Wurzelspitzenresektion wird oft durchgeführt, um die Krone zu retten. Das wäre also eine finanzielle Indikation. Da Bakterien in den Zahn eindringen und sich dort etablieren konnten, scheiterte wohl aus verschiedenen Gründen die Wurzelbehandlung und deren Versorgung. Wird nun die Wurzelspitze chirurgisch abgetragen, ändert dies am Bakterienstatus wenig bis gar nichts. Stattdessen ist im Bereich der Wurzelspitze ein größerer Knochendefekt unvermeidlich, welcher in den seltesten Fällen mit Knochenersatzmaterial gedeckt wird. Der chirurgische Aufwand mit retrograder Wurzelfüllung (also von unten in den Zahn füllend), einer Gabe von Knochenersatzmateriel in die Knochenwunde und das Abdecken mittels Gelatinemembran ist sehr hoch und die Erfolgsaussichten bescheiden. Es ist daher besser die Füllung oder Krone zu opfern und eine Revision der Wurzelbehandlung durchzuführen. Den chirurgischen Eingriff kann man sich sparen.


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