Covid-19-Info

 Fragen & Antworten

 Dr. EWALD LUFTENSTEINER

Antworten

von Dr. Luftensteiner

auf häufig gestellte Fragen

zu zahnärztlichen Themen

Mehr wissen

Sie haben Fragen?

Wir haben uns bemüht auf dieser Seite die am häufigsten gestellten Fragen zu unterschiedlichen Themen der Zahnmedizin zu beantworten. So finden Sie Antworten auf Fragen zur zahnärztlichen Vorsorge wie Parodontologie, Mundhygiene, Kariesdiagnose, Zahnprophylaxe und Fissurenversiegelungen ebenso wie Antworten zu Zahnfüllungen, Kronen, Brücken, Implantaten und abnehmbarer Prothethik. Selbstverständlich werden auch Fragen zu schmerzfreien Behandlungen, zum dentalen Laser,  strahlungsarmen Röntgen sowie zur Laser-Antischnarchtherapie und Laserbehandlung gegen Fieberblasen beantwortet. 

 

zahnärztliche

Vorsorge

Häufig gestellte Fragen

und Antworten

Regelmäßige Kontrollsitzungen

  • Wir benötigen bei Ihrem ersten Besuch eine Panoramaröntgenaufnahme zur Darstellung aller Zähne, beider Kiefer, der Kiefergelenke und der Nasennebenhöhlen. Dabei werden entzündliche Prozesse und Zysten dargestellt und wir erhalten einen Überblick über Kieferknochen, Zähne, Zahnfüllungen und Wurzelbehandlungen.

    Alle zwei Jahre zahlt Ihre Krankenversicherung diese Röntgenaufnahme. In Sonderfällen wie der Darstellung des unteren Weisheitszahnes und seine Lagebeziehung zum Unterkiefernerv kann diese Aufnahme vorzeitig wiederholt werden. Kleinbild-Röntgenaufnahmen können öfters angefertigt werden, zB bei den Bissflügelaufnahmen zur Kariesdiagnostik.

  • Die Panorama-Röntgenaufnahme stellt einen Überblick über Ihre Situation im Mund dar. Kleine kariöse Läsionen zeichnen sich darin oft nicht ab. Eine genaue Kariesdiagnostik bedarf also einer anderen radiologischen Untersuchung. Bei der Bissflügel-Röntgenaufnahme werden die Seitenzähne mittels Kleinbildtechnik im rechten Winkel dargestellt, um die Kontaktpunkte zwischen den Zähnen genau beurteilen zu können, denn die Häufungsstellen für Karies sind eben die Kontaktpunkte zwischen benachbarten Zähnen und das Fissurensystem (die Falten) auf der Kaufläche. Für Frontzähne ist das nicht notwendig, hier sind die Kontaktflächen so schmal, dass sie gut mit dem Auge beurteilt werden können.

  • Wir verwenden eine digitalisierte Röntgentechnologie, bei der ein hochauflösender Sensor für die Bildaufnahme zuständig ist. Im Vergleich zur früher üblichen Aufnahme via Filmplatte, wird die Strahlenbelastung signifikant reduziert. Die Strahlendosis einer Zahnaufnahme liegt bei unter 0,1 mSv (Millisievert), wir sind einer jährlichen natürlichen Strahlenexposition von 4 mSv ausgesetzt. Ein CT des Brustkorbes setzt Sie einer Strahlung von 6-10 mSv aus, also bis zum 100-fachen eines Zahnröntgens. Die Strahlendosis der gesamten Zahnheilkunde macht in etwa 4% der Röntgenstrahlung aus, der Bevölkerung durch die medizinische Versorgung ausgesetzt ist.

  • Ja, mit der Kariesdiagnostik mittels Diagnocam. Das ist eine Kamera, die völlig strahlenfrei Licht in den Zahn leitet und Karies am Monitor als Schatten darstellen kann.  Leider ist es noch nicht möglich, entzündliche Prozesse, Zysten, Wurzelfüllungen, quer liegende Weisheitszähne ohne Röntgen zu beurteilen. Bei diesen Indikationen sind wir nach wie vor auf die Bildgebung durch Röntgengeräte angewiesen, allerdings sind diese bei uns volldigitalisiert und daher besonders strahlungsarm.

Mundhygiene und Zahnprophylaxe

  • Ob ja oder nein ist irrelevant, denn Schmerz ist ein höchst individuelles reales Empfinden und als Zahnarzt, ganz besonders mit meinen vergangenen persönlichen Erfahrungen, nicht nur ernst zu nehmen, sondern mittels aller heute zur Verfügung stehenden medizinischen Mitteln gezielt auszuschalten. Insbesondere im Mundbereich ist die sensorische Wahrnehmung generell als “überproportional" und “höchst sensibel" zu bezeichnen. Bricht beim herzhaften Zubeißen in ein knuspriges Brot auch nur der Bruchteil eines Millimeters von welchem Zahn auch immer ab, wird das die Zunge als monströses Ereignis wahrnehmen. Wir anästhesieren bei besonders sensiblen Patient:innen vor der Mundhygienesitzung oder behandeln vorwiegend mit dem dentalen Laser.

  • Meist sind freiliegende Zahnhälse die schmerzverursachende Ursache. Liegen Nervenendigungen an der Zahnoberfläche frei, ruft dies nicht nur bei der Mundhygiene und Zahnprophlaxe ein Aufjaulen hervor, sondern oft auch bei den geliebten üblichen Verdächtigen wie Süßes, Eiskaltes oder Heißes. Empfindliche Zahnhälse lassen sich mit dem dentalen Laser höchst effektiv im Vorfeld desensibilisieren.

  • Bei der Prophylaxesitzung werden Beläge, Verfärbungen und Zahnstein effektiv entfernt. Der in den Zahnfleischtaschen befindliche Biofilm (eine gut organisierte Schichtung von Bakterinkolonien) wird aufgelöst, die Zähne poliert und fluoridiert. Am glatten Zahn können sich Bakterien danach schlechter anheften, die Bakterienlast sinkt und Ihr Mund ist gesünder. Putznischen sind häufig zu finden und werden Ihnen bewusst gemacht. Putzinstruktionen und Tipps runden die Behandlung ab.

  • Bei besonders empfindlichen Zahnhälsen ist zumindest ein paar Tage vor der Mundhygienesitzung eine Laser-Behandlung vorteilhaft. Die positiven Ergebnisse und Rückmeldungen unserer Patient:innen sprechen für sich. Die Behandlung mit dem dentalen Laser erleichtert nicht nur die Mundhygienesitzung, sondern beseitigt auch die lästigen Schmerzen beim Konsumieren heißer oder eiskalter Getränke. Abgesehen davon erfolgt die Behandlung mittels Laser de facto ohne Berührung und daher angenehmer für den Patienten.

  • Im Zuge der Parodontal-Therapie ist der zahnärztliche Laser bei Taschenbildungen als technologischer Segen zu betrachten, denn Licht wirkt überall in der Tasche. Das mundhygienische Handinstrument kann hingegen viele Stellen einfach nicht erreichen. Bei der herkömmlichen Mundhygienesitzung mit Handinstrumenten verbleibt oft Kongrement in schlecht erreichbaren Arealen und verhindert damit das Ausheilen der Zahnfleischtasche. 

Fissurenversiegelungen

  • Die Zahnfissur ist die Falte auf der Kaufläche und stellt sich bei den Vormahlzähnen (4er und 5er) öfters als Grübchen dar. Ist die Falte recht flach, ist sie auch sehr gut zu reinigen und alles ist in Ordnung. Oft handelt es sich jedoch um eine schmale Falte, in die sich Speisereste und Bakterien einlagern können. Eine strichförmige Verfärbung dieses Areals ist das erste Anzeichen. 

  • Der Test mit der zahnärztlichen Sonde ist als herkömmliche Diagnostik zu verstehen. Bleibt diese beim Abtasten hängen, besteht bereits ein Defekt in der Zahnhartsubstanz. Auch wenn die Fissur auf Sicht und Abtastung noch intakt erscheint, kann sich in der Tiefe bereits Karies etabliert haben. Eine genauere Diagnostik liefert die DiagnoCam. Das ist eine Diagnoskamera, die Lichtstrahlen durch den Zahn leitet und Karies als Verschattung sichtbar macht.

  • Im Prinzip gibt es zwei Betrachtungs- und Behandlungsphilosophien. Die eine bevorzugt alle Fissuren zu versiegeln, während die andere abwartet, ob sich die Fissuren verfärben und Auffälligkeiten zeigt. Die Krux besteht in der verlässlichen Erkennung, da die Fissur auf Sicht und Abtastung intakt erscheinen mag, in der Tiefe jedoch bereits Karies vorhanden sein kann. Eine genauere Diagnostik ermöglicht die DiagnoCam. Diese Diagnosekamera leitet Lichtstrahlen durch den Zahn und stellt Karies am Monitor als Verschattung dar.

  • Die herkömmliche Methodik sieht das Erweitern der Fissur mittels Bohrer vor, um Karies entfernen zu können. Die Alternative ist heute der dentale Laser. Die Behandlung erfolgt berührungsfrei, schmerzarm bis schmerzfrei, vibrationsfrei und das heulende Geräusch des Bohrers ist nicht vorhanden. Stattdessen „tackert“ es ein wenig, was als weit angenehmer empfunden wird. Die vom Laser erschaffene Oberfläche ist besonders gut für die Versiegelung bzw. Füllung geeignet.

Strahlungsfreie Kariesdiagnostik

  • In der Regel ca. 5 Minuten. Die Zähne werden getrocknet, mittels Kamera abgetastet und die entstandenen Bilder bei Bedarf gespeichert.

  • Die Kamera ist vor allem bei der Beurteilung der Fissuren und der Kontaktpunkte der herkömmlichen Röntgentechnik überlegen, noch dazu erfolgt die Untersuchung sehr rasch und strahlenfrei.

  • Die Kamera ist in der Lage Karies in einem sehr, sehr frühen Stadium verlässlich zu erkennen. So früh, dass es oft schon trickreicher Methoden bedarf, um so kleine Läsionen exakt behandeln und präparieren zu können. Der Einsatz des Mikroskops liefert die besten Ergebnisse. Der nicht unbeträchtliche Mehraufwand einer sehr frühzeitigen Therapie erfordert auch die entsprechende finanzielle Bereitschaft.

 

Parodontologie

Häufig gestellte Fragen

und Antworten

Parodontitis-Therapie

  • Es ist von entscheidender Bedeutung, die Ursachen zu finden und zu eliminieren. Bewegliche Zähne resultieren oft aus der Erkrankung des Zahnhalteapparates, also einer Parodontitis. Beseitigt man diese, festigen sich Zähne wieder. Achtgeben sollte man darauf, wie Ihre Zähne beim Zubeißen aufeinandertreffen. Kommt es hier zu Vorkontakten, lockern sich Zähne ebenfalls. Eine Einschleif-Therapie und eine Knirscherschiene helfen dabei, Ihre Zähne wieder zu festigen.

  • Das ist ein typisches Anzeichen für ein zu langes Mundhygieneintervall. Eine Blutung im Zahnfleisch ist in diesem Falle das Zeichen der Entzündung. Wenn es nach der Mundhygienesitzung besser ist, sind die Ursachen der Entzündung wohl beseitigt. Legen Sie Ihre Mundhygienesitzungen so an, dass es nicht zu Blutungen kommt und erweitern Sie ihre häuslichen Hygienemaßnahmen. Hilfreich sind Ultraschallzahnbürste und Spüllösungen.

 

ZAHNERHALTUNG

Häufig gestellte Fragen

und Antworten

Zahnfüllungen

  • Zwei Aspekte dazu:  Die Quecksilberbelastung des Patienten und die Belastung in unserer Arbeitsumgebung. Beides will ich vermeiden und lege diese Füllungen daher fast seit Anbeginn meiner Tätigkeit als Zahnarzt nicht. Die Gesetzgebung gibt mir nach vielen Jahren Recht, keine Amalgame mehr bei Schwangeren, Kindern und Jugendlichen. So ungefährlich scheint dieses Füllungsmaterial demnach doch nicht zu sein. Die beim Ausbohren anfallenden Amalgamabfälle müssen aus dem Abwasser gefiltert und als Sonderabfall entsorgt werden.

  • Kofferdam ist ein Spanngummi, der die betroffenen Zähne isoliert und die Mundhöhle vor Amalgamsplitter und den Dämpfen beim Ausbohren schützt. Nachdem ein Gutteil der Quecksilberbelastung beim Legen und Aushärten entsteht (sie wissen, ein paar Stunden nicht draufbeißen), sind Sie in dieser Phase der Belastung ohne Schutz ausgeliefert. Auch beim Ausbohren der Füllung entsteht dampfförmiges Quecksilber, jedoch bedeutend weniger und es wird augenblicklich abgesaugt. Aus diesem Grund wird auch der Kofferdam nicht benötigt.

     

  • Aus meiner Sicht nützt das Ausleiten nichts, wissenschaftliche Daten dazu gibt es nicht. Von Heilpraktikern wird dies jedoch des öfteren mittels Algen-Präparaten durchgeführt. Schaden kann es nicht.

  • Dem wurzelbehandelten Zahn fehlt das gesamte „Dach“ der Nervenhöhle, was einem Gutteil seiner Zahnhartsubstanz entspricht. Diese statisch aktive „Zwischendecke“ stabilisiert und stützt den gesunden Zahn. Eine Füllung würde in einem derart geschwächten Zahn wie ein Keil wirken, der im Laufe der Zeit der Belastung beim Kauen und noch mehr in der Nacht beim Pressen und Knirschen nicht mehr standhält. Das Ergebnis ist eine frakturierte Zahnwand und wenn Sie Glück haben, bricht diese oberhalb des Zahnfleisches, womit der Zahn noch zu versorgen wäre. Bricht die Zahnwand jedoch tief unterhalb des Zahnfleischs, ist der Zahn rettungslos verloren und muss extrahiert werden. Es ist daher ratsam und auch lege artis, den Zahn mittels Krone zu versorgen, welche den Zahn wie ein Sturzhelm umfasst und schützt.

  • Das hängt von einigen Faktoren ab. 2002 habe beispielsweise ich eine grenzwertige Komposite-Füllung in der Zahnklinik erhalten, die als Langzeitprovisorium gedacht war und später durch eine Krone ersetzt werden sollte. Nun, sie liegt noch immer tadellos im Zahn. Andererseits sind manche Füllungen bereits nach wenigen Jahren kaputt. Schuld sind zumeist sogenannte Parafunktionen wie das stressbedingte Pressen und Knirschen im Schlaf. Abhilfe schafft eine Knirsch-Schiene, die Zähne vor zu viel Abrieb und Belastung schützt. Sie hilft das Kiefergelenk zu entspannen und diese Parafunktionen zu minimieren. Letztendlich hängt die Lebensdauer einer Füllung von ihrer Größe ab. Je kleiner, desto besser!

  • Solange die Amalgam-Füllungen intakt sind, würde ich sie nicht entfernen. Eine genaue Kariesdiagnostik ist schwierig, da Amalgame als große weiße verdeckende Wolken im Röntgen dargestellt werden und so umliegende Verfärbungen oft nicht von Karies unterscheidbar sind. Auch die Beurteilung mit der DiagnoCam ist schwierig. Gründe für die Entfernung wären demnach Karies, Instabilität und Schmerzen. Manche sind auch mit der Ästhetik nicht zufrieden, da sie nicht zahnfarben sind. Auf Wunsch entfernen wir Ihnen diese Füllungen auch ohne medizinische Indikation.

  • Grundsätzlich sind Aussagen bzw. Diagnosen zur Ausdehnung einer Karies immer unter dem Umstand zu verstehen, dass ein Röntgenbild nur eine zweidimensionale Darstellung bietet. Wir vermuten eine Nähe zum Nerv und klären entsprechend auf. Oberste Prämisse ist die Entfernung der Karies. die bis an oder in die Nervenhöhle führen kann, wodurch meist Bakterien auch mit in die Nervenhöhle verbracht werden. Die Wurzelbehandlung ist daher indiziert. Kleinste Wunden an der Nervenkammern lassen sich abdecken bzw. überkappen, doch die Erfolgsaussichten sind in der Regel bescheiden. Der Laser sterilisiert neben dem Gewebeabtrag, ein offener Nerv kann verschorft werden und die Aussichten auf Regeneration sind gegeben. Ob Bohren oder Lasern, in beiden Fällen würde ich immer versuchen, die Wurzelbehandlung zu vermeiden. Erst bei eindeutigen klinischen Zeichen einer Nervenentzündung im Zahn intervenieren wir.

Wurzelbehandlung

  • Entweder ist der Nerv aufgrund von Karies, tiefliegender Füllung oder durch ein Zahntrauma (Unfall) abgestorben. Selten passiert dies auch wegen sogenannter Parafunktionen wie Pressen und Knirschen im Schlaf. Eine Entzündung des Nervs geht manchmal mit massiven Schmerzen einher, oft aber auch ohne Beschwerden. Es gilt: Eine Reaktion auf kalt wäre gut und reversibel, eine Reaktion des Zahnes auf warm/heiß hingegen ein deutliches Zeichen einer irreversiblen Entzündung des Zahn-Nervs. Der irreversibel geschädigte Nerv, seine Begleitgefäße (Arterie und Venen) und das Bindegewebe in der Nervenhöhle und den Wurzelkanälen muss entfernt werden. In weiterer Folge werden diese Kanäle möglichst bakteriendicht gefüllt und der Zahn dauerhaft verschlossen.

  • Primär kommt es auf den Zustand des Zahnes an. Ist er noch nie wurzelbehandelt worden und aufgrund einer tief liegenden Füllung oder Karies erstmals beherdet, stehen die Chancen sehr gut den Zahn erhalten zu können. Wenn der Zahn bereits langjährig wurzelbehandelt war und er neuerlich infiziert ist, sinkt die Wahrscheinlichkeit eines Behandlungserfolges. Konkret liegt die 10-Jahresüberlebensrate des Zahnes nach erstmaliger Wurzelbehandlung und entsprechender Versorgung bei 98%, also so hoch wie bei Implantaten. Der eigene Zahn wäre aus meiner Sicht jedoch das bessere und insbesondere natürlichere Implantat. Letztendlich kommt es auf den Gesamtzustand des Zahnes an, ob mit gehörigem Aufwand versucht wird diesen zu halten. Die Diagnose kommt schließlich vor der Therapie.

  • Ziel der Wurzelbehandlung ist es, infiziertes körpereigenes Gewebe (Nerv, Gefäße, Bindegewebe) aus dem Kanalsystem und der Nerv-Höhle zu entfernen bzw. eingedrungene Bakterien zu eliminieren und danach steril und bakteriendicht zu versiegeln. Leider sind natürlich gewachsene Strukturen nicht so geometrisch aufgebaut, wie wir das gerne hätten. Unsere hochflexiblen Nickel-Titan-Feilen für die Wurzelbehandlung sind kreisrund und erfassen damit nicht die gesamte Komplexität des Wurzelkanals. Man versucht daher mit gewebeauflösenden Einlagen und Spüllösungen den Zahn in seinem Inneren sauber und frei von Bakterien zu bekommen. Das Operationsmikroskop gewährt Sicht auf feinste Strukturen, die dem freien Auge verborgen bleiben. Der Laser aktiviert die Spüllösung und sprudelt diese derart auf, dass die Wirkung der Lösung verstärkt wird und alle Areale im Zahn erreicht werden. Zusätzlich desinfiziert der Laser besonders gründlich, da das Laserlicht eben auch alle Stellen erreicht.

  • Das Kanalsystem wird mit einem kautschukähnlichen Material (Guttapercha) gefüllt. Dabei soll ein flüssiger Zement die Hohlräume ausfüllen, die der kreisrunde Guttaperchastift nicht erreicht. Herkömmlicher Zement schrumpft ein wenig, neue Biozemente quellen stattdessen etwas auf, was Vorteile bei der Bakteriendichtheit bringt.

    Abschließend soll der Zahn mittels Krone verschlossen werden, da beim wurzelbehandelten Zahn viel Zahnhartsubstanz verloren ging (das gesamte Nervhöhlendach und oftmals wegen dem erleichterten Zugang auch Teile der Zahnwände). Eine Füllung wirkt wie ein Keil und stresst die Zahnwände, die oft lange nach der Versorgung frakturieren. Eine Krone umschließt den Zahn zur Gänze, stabilisiert ihn und ist am bakteriendichtesten.

  • Bei beherdeten Zähnen sieht man des Öfteren kein oder kaum Anzeichen im Kleinbild-Röntgen. Nachdem das Bild eine zweidimensionale Darstellung des Zahnes darstellt, können die radiologischen Zeichen oft nicht einem Kanal zugeordnet werden. Hier hilft das 3D-Röntgen ungemein. Befallene Kanäle, Kanalverläufe, Undichtigkeiten, Seitenkanäle etc. lassen sich damit gut darstellen.

  • Das ist eine etwas verzwickte Frage, denn es kommt auf die Ursache der Beherdung an. Öfters wird bei den oberen Molaren (den 6ern und 7ern) der fast immer anzutreffende 4. Wurzel-Kanal übersehen. Wenn der Zahn eine undichte Füllung aufweist, treten Bakterien ein und besiedeln im Laufe der Zeit diesen Wurzelkanal. Hier sind die Erfolgsaussichten recht gut, wenn man diesen sehr feinen Kanal in voller Länge behandelt und abfüllt. Ist der Zahn stark bakterienbesiedelt und fistelt er gar (hat also einen eitrigen Kanal in die Mundhöhle), stehen seine Chancen nicht so gut. Das Zahnbein (Dentin) ist eine sehr feine Röhrenstruktur, welche von Bakterien besiedelt werden kann und diese lassen sich von Spüllösungen nicht wirklich beeindrucken. Hier hilft der zahnärztliche Laser, der Behandlungserfolg kann jedoch auch bei dieser Behandlungsmethode nicht garantiert werden. Erstmals wurzelbehandelte und mit Krone versorgte Zähne weisen wie Implantate eine 10 Jahres-Überlebensrate von 98% auf, revidierte Zähne je nach Methode um die 70%.

  • Die Wurzelspitzenresektion wird oft durchgeführt, um die Krone zu retten. Das wäre also eine finanzielle Indikation. Eigentlich scheiterte aus verschiedenen Gründen die Wurzelbehandlung und deren Versorgung, wodurch Bakterien in den Zahn eindringen sind und sich dort etablieren konnten. Wenn nun die Wurzelspitze chirurgisch abgetragen wird, ändert sich am Bakterienstatus wenig bis gar nichts. Stattdessen wird im Bereich der Wurzelspitze ein größerer Knochendefekt hervorgerufen, welcher in den seltesten Fällen mit Knochenersatzmaterial gedeckt wird. Der chirurgische Aufwand mit retrograder Wurzelfüllung (also von unten in den Zahn füllend), einer Gabe von Knochenersatzmateriel in die Knochenwunde und das Abdecken mittels Gelatinemembran ist sehr hoch und Erfolgsaussichten bescheiden. Es ist daher besser die Füllung oder Krone zu opfern und eine Revision der Wurzelbehandlung durchzuführen. Den chirurgischen Eingriff kann man sich sparen.

 

Schmerzfreie

behandlungen

Häufig gestellte Fragen

und Antworten

Schmerzbehandlung

  • Ja, doch wie so vieles im Leben ist auch diese Form der Anästhesie mit Einschränkungen verbunden. Die Möglichkeit, den Zahn über seinen Zahnhalteapparat zu betäuben, ist ja nicht neu. Dabei wird das Anästhesiemittel mittels Kanüle zwischen Zahn und Zahnfleisch eingeschoben und in den Spalt zwischen Zahn und Knochen gebracht. Jedoch ist diese Methode bei mehrwurzeligen Zähnen oft nicht zielführend. Hier bewährt sich die gängige Lokalanästhesie.

  • Ja, wenn sie sinnvoll ist. Dies ist nur bei umfangreichen Behandlungen der Fall, also beispielsweise bei der Versorgung des gesamten Kiefers mit Implantaten. Wir behandeln jedenfalls nicht routinemäßig z.B. Angstpatienten in Narkose. Das allgemeine Narkoserisiko ist nicht zu vernachlässigen, der apparative Aufwand hoch.

    Für Angstpatienten hat die Österreichische Gesundheitskasse in Niederösterreich in St. Pölten und Wr. Neustadt ein Behandlungszentrum, wo unter den dafür vorgesehenen Voraussetzungen beispielsweise Generalsanierungen von Kindern mit Zahnarztangst oder Menschen mit besonderen Bedürfnissen unter Vollnarkose durchgeführt werden.

 

Der dentale

Laser

Häufig gestellte Fragen

und Antworten

Laser-Wurzelbehandlung

  • Ein Wurzelkanal ist nicht rund und außerdem weit verzweigt. Wir schaffen es mit unseren Feilen gerade noch, den Hauptkanal zu säubern, jedoch kaum Einziehungen und Verzweigungen. Hier hilft der Einsatz von Spüllösungen, die desinfizieren und Gewebe auflösen können, denn das Ziel von Wurzelbehandlungen ist nunmal, Bakterien und Gewebe des abgestorbenen Nervs zu entfernen. Der Laser aktiviert eine Spüllösung photoakustisch. Die Energie des Lasers überträgt sich auf die Flüssigkeit, wobei Stoßwellen und Bläschen entstehen, welche alle Areale im Zahninneren erreichen und so sowohl Bakterien als auch Gewebereste sehr effektiv und schnell entfernen. Dabei berührt die Spitze des Lasers nicht einmal den Zahn, nur in die Spülflüssigkeit im Zahn wird die Lasersonde getaucht.

  • Die Erfolgsquote wurzelbehandelter Zähne steigt durch den Einsatz moderner Methoden. Unsere hochflexiblen Nickel-Titan-Feilen waren bereits ein Meilenstein der Zahnheilkunde. Das Mikroskop ermöglicht uns die Sicht auf kleinste Wurzelkanaleingänge und der Laser erhöht die Effektivität bei der Entfernung von Geweberesten und Bakterien. Damit werden unsere Behandlungen noch effektiver und genauer.

  • Ist der Nerv aufgrund von Karies, einer tiefliegenden Füllung oder durch ein Zahntrauma (Unfall) abgestorben, ist eine Wurzelbehandlung notwendig. Manchmal passiert dies auch aufgrund sogenannter Parafunktionen wie Pressen und Knirschen im Schlaf. Eine Entzündung des Zahnnervs kann mit massiven Schmerzen einhergehen, muss es aber nicht. Es gilt: Eine Reaktion auf kalt wäre gut und reversibel, eine Reaktion des Zahnes auf warm/heiß hingegen ein deutliches Zeichen einer irreversiblen Entzündung des Zahn-Nervs. Der irreversibel geschädigte Nerv, seine Begleitgefäße (Arterie und Venen) sowie das Bindegewebe in der Nervenhöhle und den Wurzelkanälen muss entfernt werden. In weiterer Folge werden diese Kanäle so bakteriendicht wie möglich gefüllt und der Zahn dauerhaft verschlossen.

  • Das hängt primär vom Zustand des Zahnes an. Wurde er noch nie wurzelbehandelt und aufgrund einer tief liegenden Füllung oder Karies erstmals beherdet, sehen die Chancen den Zahn erhalten zu können sehr gut aus. Ist der Zahn bereits langjährig wurzelbehandelt und neuerlich infiziert, sinkt die Wahrscheinlichkeit eines Behandlungserfolges. Konkret liegt die 10-Jahresüberlebensrate des Zahnes nach erstmaliger Wurzelbehandlung und entsprechender Versorgung bei 98%, also so hoch wie bei Implantaten. Der eigene Zahn ist aus meiner Sicht jedoch das bessere und insbesondere natürlichere Implantat. Letztendlich hängt es vom Gesamtzustand des Zahnes ab, ob mit gehörigem Aufwand versucht werden soll diesen zu erhalten. Die Diagnose kommt schließlich vor der Therapie.

  • Das Ziel der Wurzelbehandlung besteht darin, infiziertes körpereigenes Gewebe (Nerv, Gefäße, Bindegewebe) aus dem Kanalsystem und der Nervhöhle zu entfernen bzw. eingedrungene Bakterien zu eliminieren und danach steril wie bakteriendicht zu versiegeln. Natürlich gewachsene Strukturen haben leider keinen geometrisch Aufbau, so wie wir das gerne hätten. Die hochflexiblen Nickel-Titan-Feilen für die Wurzelbehandlung sind kreisrund und können somit nicht die gesamte Komplexität des Wurzelkanals erfassen. Man versucht daher mit gewebeauflösenden Einlagen und Spüllösungen den Zahn in seinem Inneren sauber und frei von Bakterien zu bekommen. Das Operationsmikroskop gewährt Sicht auf feinste Strukturen, die dem freien Auge bislang verborgen blieben. Der zahnärztliche Laser aktiviert die Spüllösung und sprudelt diese derart auf, dass die Wirkung der Lösung verstärkt wird und alle Areale im Zahn erreicht werden. Zusätzlich desinfiziert der Laser besonders gründlich, da das Laserlicht eben auch alle Stellen erreicht.

  • Das Kanalsystem des Zahnes wird mit einem kautschukähnlichen Material (Guttapercha) gefüllt. Dabei füllt ein flüssiger Zement die Hohlräume aus, die der kreisrunde Guttaperchastift nicht erreichen kann. Herkömmlicher Zement schrumpft ein wenig, neue Biozemente quellen stattdessen etwas auf, was in einer höheren Bakteriendichtheit resultiert. Abschließend sollte der Zahn mittels einer Krone verschlossen werden, da beim wurzelbehandelten Zahn viel Zahnhartsubstanz verloren ging (das gesamte Nervhöhlendach und oftmals wegen dem erleichterten Zugang auch Teile der Zahnwände). Eine Füllung würde wie ein Keil wirken und die Zahnwände stressen, die oft lange nach der Versorgung frakturieren. Eine Krone umschließt den Zahn zur Gänze, stabilisiert ihn und ist am bakteriendichtesten.

  • Bei beherdeten Zähnen ist des Öfteren kein oder kaum ein Anzeichen im Kleinbild-Röntgen zu erkennen. Nachdem das Bild eine zweidimensionale Darstellung des Zahnes darstellt, können die radiologischen Zeichen oft nicht einem Kanal zugeordnet werden. Hier hilft das 3D-Röntgen ungemein, denn befallene Kanäle, Kanalverläufe, Undichtigkeiten, Seitenkanäle etc. lassen sich damit gut darstellen.

  • Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten, denn es kommt auf die Ursache der Beherdung an. Nicht selten wird bei den oberen Molaren (den 6ern und 7ern) der fast immer anzutreffende 4. Wurzel-Kanal übersehen. Hat der Zahn eine undichte Füllung , treten Bakterien ein und besiedeln im Laufe der Zeit diesen Wurzelkanal. In diesem Fall sind die Erfolgsaussichten recht gut, wenn dieser sehr feine Kanal in voller Länge behandelt und gefüllt wird. Ist der Zahn hingegen stark bakterienbesiedelt und fistelt er gar (hat also einen eitrigen Kanal in die Mundhöhle), stehen seine Chancen nicht so gut. Das Zahnbein (Dentin) ist eine sehr feine Röhrenstruktur, welche von Bakterien besiedelt werden kann und diese lassen sich von Spüllösungen nicht wirklich beeindrucken. Hier hilft der zahnärztliche Laser, der Behandlungserfolg kann jedoch auch bei dieser Behandlungsmethode nicht garantiert werden. Erstmals wurzelbehandelte und mit Krone versorgte Zähne weisen wie Implantate eine 10 Jahres-Überlebensrate von 98% auf, revidierte Zähne je nach Methode um die 70%.

  • Die Wurzelspitzenresektion wird oft durchgeführt, um die Krone zu retten. Das wäre also eine finanzielle Indikation. Da Bakterien in den Zahn eindringen und sich dort etablieren konnten, scheiterte wohl aus verschiedenen Gründen die Wurzelbehandlung und deren Versorgung. Wird nun die Wurzelspitze chirurgisch abgetragen, ändert dies am Bakterienstatus wenig bis gar nichts. Stattdessen ist im Bereich der Wurzelspitze ein größerer Knochendefekt unvermeidlich, welcher in den seltesten Fällen mit Knochenersatzmaterial gedeckt wird. Der chirurgische Aufwand mit retrograder Wurzelfüllung (also von unten in den Zahn füllend), einer Gabe von Knochenersatzmateriel in die Knochenwunde und das Abdecken mittels Gelatinemembran ist sehr hoch und die Erfolgsaussichten bescheiden. Es ist daher besser die Füllung oder Krone zu opfern und eine Revision der Wurzelbehandlung durchzuführen. Den chirurgischen Eingriff kann man sich sparen.

Laser-Parodontitistherapie

  • Das Licht des Lasers erfasst die gesamte Oberfläche der Zahnfleischtasche und entfernt Beläge und Zahnstein effektiver und genauer. Im selben Arbeitsablauf sterilisiert er die Oberflächen von Zähnen und Knochen und kann die Tasche mittels Koagulation verschließen.

  • Die Gabe von Antibiotika erfolgt (hoffentlich) nie grundlos. Dennoch ist es ratsam, diese so sparsam wie möglich einzusetzen. Nebenwirkungen sind nicht von der Hand zu weisen, vor allem die empfindliche Darmflora als auch die Mundflora werden unter Umständen gehörig irritiert. Nicht umsonst gehören Pilzinfektionen zu häufig auftretenden unerwünschten Effekten. Zumeist handelt es sich um tiefe Taschen, denen man mittels Antibiotika Herr werden will. Die chirurgische Intervention mit Glättung von Zahnwurzel und Knochen sowie Entfernung von Entzündungsgewebe ist sehr effektiv, jedoch auch ein Eingriff. Der Laser entfernt ebenfalls Beläge in tiefen Taschen, desinfiziert das umliegende Gewebe und verschließt die Zahnfleischtasche durch Koagulation (Blutgerinnung).

  • In der routinemäßig durchgeführten Mundhygienesitzung de facto nie, da es technisch aufwendig ist und mit Extrakosten verbunden ist. Der Einsatz des dentalen Lasers sollte daher schon gut begründet sein. Empfindliche Patienten entscheiden sich immer öfter für die Mundhygiene-Laserbehandlung, das sie bei der herkömmlichen Methode starke Schmerzen empfinden. Ich habe jedoch auch Patienten, die sich beide Kiefer anästhesieren lassen und die Mundhygienesitzung sehr entspannt über sich ergehen lassen. Als Indikation für den Laser sehe ich tiefe Zahnfleischtaschen, den Befall der Furkationen (Wurzelzwischenraum bei mehrwurzeligen Zähnen) und bei Periimplantitis.

Laser-Implantatprophylaxe

  • Implantate werden beim Setzen bündig im Kieferknochen verankert. Durch Belastungen beim Kauen, beim nächtlichen Pressen und Knirschen sowie durch einen im Laufe der Lebensjahre erfolgten Rückgang von Knochen und Weichgewebe (Bindegewebe und Zahnfleisch) kann es sein, dass ähnlich wie bei der Parodontose (Parodontitis) Bakterien den beginnenden Spalt zwischen Implantat und Bindegewebe besiedeln. Später kann dies auch am Knochen geschehen. Die chronische Entzündung ist die Antwort auf die Bakterieninvasion, die das Implantat umgebende Gewebe abbaut. Erkennbar ist dies zuerst durch Blutungen am Zahnfleischrand, wenn sich eine Zahnfleischentzündung etabliert. Bleibt diese unbehandelt, bildet sich wie beim natürlichen Zahn eine parodontale Tasche aus. Beim Zahn wird im Zuge der Mundhygiene/Prophylaxe die Zahnoberfläche geglättet, die Tasche gespült und das dort befindliche erkrankte Taschengewebe (per Laser oder Handinstrument) entfernt. Beim Implantat ist die Säuberung der Oberfläche weit schwieriger, da ein Implantat ein Außengewinde aufweist und zudem für eine bessere Knochenanlagerung mikroskopisch fein aufgeraut ist. Diese raue Oberfläche mit Außengewinde ist ein Eldorado für Bakterien und mit Ultraschallgeräten und händischen Instrumenten nicht zu entkeimen.

  • Prinzipiell muss die Ursache erkannt und eliminiert werden. Das kann eine Überlastung, ein Hygienemangel oder auch eine reduzierte Schleimhaut und verminderter Knochen an dieser Stelle sein. Implantate haben eine raue Oberfläche, um sich gut mit dem Knochen zu verbinden. Liegen diese rauen Oberflächen frei, werden diese auch gerne von Bakterien besiedelt. Herkömmliche Methoden zur Eliminierung von Bakterien auf einer rauen Titanoberfläche gibt es nicht. Daher wird im Regelfall der Bereich mittels Diamantschleifer geglättet. Ein Ansatz bei der Periimplantitis ist der dentale Laser, der die Oberfläche des Implantates sterilisiert.

  • Das wäre schön, leider hat diese Erkrankung Ursachen, die selten gut behebbar sind. Vor allem der Hart- und Weichgewebsverlust rund um ein Implantat macht uns da zu schaffen. Der Laser kann zwar die freiliegende Implantatoberfläche sterilisieren, Entzündungsgewebe entfernen und die Tasche schließen, ist aber auch kein Erfolgsgarant. Bei der Behandlung der Periimplantitis stehen wir noch immer in den Kinderschuhen, obwohl Implantate bereits seit Jahrzehnten eingesetzt werden. Der Laser hilft jedoch sehr, diese Erkrankung einzudämmen, damit Sie Ihr Implantat behalten können.

Laserbehandlung gegen empfindliche Zahnhälse

  • Da ist der Laser in der Tat ein wahrer Segen. Eine einfache, kurze und völlig schmerzfreie Behandlung reicht aus, um das lästige und überaus unangenehme Problem zu beheben. Wir tragen ein Fluoridgel auf (Elmex-Zahngel) und lassen den Laser ohne Berührung auf das Gel einwirken. Ein oberflächlich thermischer Effekt führt zur Versiegelung der freiliegenden Zahnhälse. Der Effekt stellt sich binnen 48 Stunden ein. Oft schon verzweifelte Patient:innen, die eine Menge Versuche ohne Erfolg hinter sich gebracht haben, sind überrascht bis überglücklich, wie einfach, schnell und effektiv hier geholfen werden kann.

  • Die natürliche Zahnkrone und die Wurzel weisen am Austritt aus dem Knochen einen Knick auf, wachsen also nicht kerzengerade aus dem Kiefer. Im Bereich des Knicks kommt es durch Belastungen, vor allem beim Pressen und Knirschen im Schlaf zu Absplitterungen der Zahnhartsubstanz. Sobald sich in diesem Bereich ein Defekt einstellt, ist man auch in der Lage, durch hohen Druck und einem kräftigen Schrubben beim Zähneputzen den Defekt zu vergrößern. Es liegen dann Nervenendigungen in feinen Kanälchen des Zahnbeines frei. Diese reagieren auf kalt, süß, sauer und heiß. Säurehaltige Nahrung verstärkt den Effekt. Zitrusfrüchte, der Essig im Salat, Wein, Kohlensäure weichen die Zahnhartsubstanz auf. Wer gleich nach dem Konsum solcher Lebensmittel putzt, schrubbt sich den Zahnhals noch empfindlicher ab. In der Therapie versucht man mit fluorhaltigen Präparaten die feinen Kanälchen des Zahnbeins zu verschließen. Der Laser versiegelt thermisch und mittels Fluorid.

  • Der betroffene Zahnhals wird von uns zunächst getrocknet. Eine beginnende Karies muss natürlich ausgeschlossen oder behoben werden. Ein Fluoridgel wird aufgebracht und mit dem Laser im Abstand von 5-8 mm bestrichen. Der Vorgang wird 3 Mal wiederholt und nach 5 Minuten ist die Behandlung beendet. Sie spüren bei dieser Behandlung nichts.

  • Es kommt natürlich drauf an, wie sehr Sie Ihre Zahnhälse mit säurehaltigen Speisen und Getränken malträtieren und welchen Fehlbelastungen der betreffende Zahn unterliegt (Pressen und Knirschen). Im Regelfall sehen wir uns deshalb ein Jahr lang oder länger nicht mehr. Und ansonsten ist die Folgebehandlung ebenso kurz und schmerzfrei.

Bleaching: Laser-Zahnaufhellung

  • Ja, da der Laser das Gel an der Oberfläche des Zahnes aktiviert und eine Erwärmung im Inneren vermieden wird. Es gibt auch Lampen zum Aktivieren des Bleichgels, diese führen unter Umständen zur Erwärmung des Zahnnervs. Das kann zu Irritationen und im schlimmsten Fall zu einer irreversiblen Entzündung des Zahnnervs führen, eine Wurzelbehandlung wäre die Folge.

  • Das hängt ganz von der Art der Verfärbung ab. Bei wurzelbehandelten Zähnen ist der Grund der Verfärbung oft der Wurzelfüllzement und somit eine anorganische Verfärbung. Gegen diese Art ist man mit Bleaching machtlos. Hier kann man nur das verfärbte Zahnbein ausbohren oder den Zahn überkronen. Die sich im Laufe des Lebens einstellenden Verfärbungen des Zahnes lassen sich hingegen relativ leicht beheben. Die Sitzung dauert pro Zahn kaum länger als 5 Minuten.

  • Die Dosis macht das Gift. Je aggressiver man zu Werke geht, desto eher handelt man sich Überempfindlichkeiten ein. Wir achten auf Ihre Zahngesundheit und bleichen daher mit Vorsicht, ohne ein zu hohes Behandlungsversprechen. Keinesfalls dürfen Zähne mit nicht intakten Füllungen oder gar Karies gebleicht werden. Hier muss vorher jedenfalls die Füllung gelegt oder getauscht werden.

 

Laser Abseits

der Zähne

Häufig gestellte Fragen

und Antworten

Laser-Antischnarch-Therapie

  • Schnarchen entsteht im hinteren Gaumenbereich, dort, wo das Gaumenzäpfchen zu sehen ist. Und wie alles im Leben wird auch das Gewebe des weichen Gaumens, des Gaumenzäpfchens, des seitlichen Rachenraumes und der Zungengrund im Laufe der Zeit schlaffer. Der Laser aktiviert die elastischen Fasern im Bindegewebe, regt deren Neubildung an und dadurch wird das Bindegewebe in den behandelten Arealen gestrafft.

    Dies dauert wenige Tage und führt zur Verminderung des Schnarchens, wenn nicht andere Ursachen vorliegen sollten. Ein Verbesserungseffekt stellt sich bei der Wiederholung der Behandlung ein, mehr als 5 Sitzungen wären jedoch nicht sinnvoll, denn bis dahin sollte eine deutliche Linderung bereits eingetreten sein.

  • Nein, wenn andere Ursachen vorliegen wie ausgeprägte Nasenpolypen, Fettleibigkeit, Narbenbildungen in den Luftwegen etc., kann diese Therapie sich als nicht geeignet erweisen. Schlaf-Apnoe-Patienten gehören übrigens ins Schlaflabor, hier kann die Lasertherapie nur begleitend gesehen werden. Wenn Sie also Atemaussetzer im Schlaf haben, benötigen Sie in erster Linie eine Therapie beim Spezialisten.

  • Erwarten Sie bitte nicht die völlige Eliminierung des Schnarchens. Es reduziert sich jedoch die Länge und die Lautstärke erheblich. Am besten ist es, sich eine von mehreren Schnarch-Apps aufs Handy zu laden. Die gibt’s wirklich, „snorelab“ zB. Diese ist zur Aufzeichnung der Schnarch-Länge und Lautstärke für drei Tage kostenfrei und kostet in der uneingeschränkten Version unter 10 Euro. Vor der Behandlung können Sie also Ihre Schnarch-Gewohnheiten mit so einer App aufzeichnen lassen und nach einer Therapie mittels Laser beurteilen, ob und in welchem Ausmaß es Ihnen hilft.

Laser-Fieberblasenbehandlung

  • Herpes labialis (Fieberblasen) ist eine Virus-Erkrankung, oft einhergehend mit einer verminderten Abwehrlage bei fiebrigen Erkältungskrankheiten, massiver Sonneneinstrahlung oder verminderter Immunabwehr in Zeiten von Stress und Hektik. Ca. 85% der Bevölkerung sind von Infektionen mit dem Erreger von Fieberblasen betroffen.

  • Der Laser wird auf den betroffenen Abschnitt der Haut oder Lippe im Abstand von 1 cm platziert und 3-5 mal aktiviert. Die Behandlung dauert insgesamt ca. 5 Minuten und sollte die Heilung derart aktivieren, dass entweder gar kein Bläschen entsteht oder es sehr klein bleibt und viel schneller verheilt. Letztendlich kommt es auf den Reifegrad an, behandelt man beim gleich beim ersten Kribbeln, besteht die sehr gute Chance, dass gar kein Bläschen entsteht.

  • Ja, zu unseren Ordinationszeiten natürlich. Und es ist eine so einfache und schnelle Möglichkeit zu helfen, es wird unseren Ordinationsbetrieb nicht weiter beeinträchtigen.

 

ZAHNÄRZTLICHE

PROTHETIK

Häufig gestellte Fragen

und Antworten

Kronen und Brücken

  • Als festsitzende Prothetik bezeichnet man Kronen und Brücken, die dauerhaft auf Zähnen oder zahnärztlichen Implantaten befestigt werden. Einzelkronen auf natürlichen Zähnen ersetzen die Kauflächen und Höcker, welche durch Karies zerstört oder durch Krafteinwirkung (z.B. bei Unfällen) frakturiert wurden.

  • Eine Brücke verdeckt Zahnlücken in der sonst geschlossenen Zahnreihe. Dafür werden überkronte Zähne oder auch zahnärztliche Implantate als Brückenpfeiler herangezogen, um die dazwischen fehlenden Zähne zu ersetzen. Fehlt z.B. Zahn 4, wird im zahntechnischen Labor nach dem Beschliff von Zahn 3 und 5 eine Brücke hergestellt, die aus einer Krone auf Zahn 3, einem Zwischenglied auf Position 4 und einer Krone auf dem Zahn 5 besteht. Für das Auge sind es drei miteinander verbundene Kronen. Die Zahnbrücke wird auf die beiden beschliffenen Zähne zementiert oder geklebt. Von Implantaten getragene Brücken werden als Titangerüst auf die Titanimplantate aufgesetzt.

  • Medizinisch betrachtet ist diese Frage mit einem klaren Ja zu beantworten. Wurzelbehandelte Zähne benötigen eine stabile und bakteriendichte Versorgung, die durch eine Krone deutlich effektiver erfolgt als bei einer Füllung. Führende Endodontologen (Wurzelbehandlungs-Spezialisten) empfehlen die Kronenversorgung als den „Sturzhelm“ für den Zahn.

  • Meist zerstört eine etablierte Karies die Zahnhartsubstanz und daher muss diese bis in die gesunde Zahnsubstanz entfernt werden, um eine Sekundärkaries zu vermeiden. Dabei geht leider oft viel Hartsubstanz der Zähne verloren. ebenso wie bei wurzelbehandelten Zähnen, deren Nervenhöhlen vorher von Zahnbein bedeckt waren und dieses nun fehlt. Oft bleiben nur die dünnen Seitenwände eines Zahnes bestehen und mit den Höckerspitzen der Zahnwände wird dann gekaut. Durch den Druck und durch Scherkräfte setzt sich natürlich die Zahnhartsubstanz sowie das Material der Füllung. Im besten Fall entsteht ein Spalt zwischen Füllung und Zahn, indem sich Sekundärkaries einschleicht. Im schlechtesten Fall bricht eine ganz Zahnwand weg, oft bis tief unters Zahnfleisch, womit der Zahn definitiv verloren ist.

    Die Lösung ist eine Krone, welche die gesamte Restsubstanz des Zahnes umfasst und wie ein Sturzhelm Schutz für den Zahn gewährt und die Kaufunktion wieder herstellt. Die Krone wird dauerhaft mit dem Zahn verklebt oder zementiert und stellt die langlebigste Versorgung des Zahnes dar, insbesondere bei einem wurzelbehandelten Zahn.

  • Kronen und Brücken sind langlebige zahntechnische Versorgungen. Letztendlich kommt es auf die persönliche Mundhygiene an, nebst der Passgenauigkeit der Krone bzw. Brücke. Kronen auf Weisheitszähnen sind wegen der schlechteren Putzmöglichkeit anfälliger als Kronen in der Front. Aber ein Jahrzehnt sollten Kronen und Brücken schon halten. Nicht selten sehe ich 40 Liegejahre alte Versorgungen.

  • Befinden sich verschiedene Metalle oder Legierungen im Mund, führt das durch gelöste Ionen im Speichel zu einem Fluss elektrischen Stroms. Das kennen Träger von Amalgam-Füllungen. Kommen sie mit dem Besteck oder beispielsweise mit einem Stück Alufolie an den Amalgamfüllungen in Kontakt, erfolgt ein kurzer Schmerz, nämlich in dem Moment, wenn Strom fließt. Entfernt man das Metall, ist auch der Schmerz vorbei.

    Bereits verschiedene Amalgame stellen unterschiedliche Legierungen dar. Ob es über einen langen Zeitraum zu medizinischen Problemen führt, ob Metalle und deren Legierungen sich dabei im Mund nachhaltig ändern, ist nur bedingt erforscht. Ob dies also zu Problemen führt, ist nicht erwiesen. Es ist jedoch einfach vermeidbar, indem man sich für metallfreie Kronen und Brücken entscheidet. Zirkonoxyd als hochfestes Gerüstmaterial ist belastbar, biologisch neutral und langlebig.

    Die herkömmlichen Gerüstlegierungen lassen sich in edle (also goldlegierte) und unedle Legierungen unterscheiden, wobei die edlen Legierungen aufgrund Ihrer physikalischen Eigenschaften den Vorzug haben und biologisch sehr gut verträglich sind. Sie sind teurer als Stahllegierungen, funktionieren jedoch besser (siehe Gold-Inlays bei den Füllungen).

Abnehmbarer Zahnersatz

  • Prothesenklammern sollen die Prothese beim Kauen und heftigen Bewegungen in Position halten. Der Zahntechniker legt dafür die Klammer unter dem dicksten Bereich des Zahnes (Äquator), wodurch die Klammer kraftfrei am Zahn anliegt. Erst wenn Gefahr besteht, dass die Prothese vom Kiefer abgehebelt wird, ist die Klammer in Funktion.

    Scheuert eine Klammer jedoch beim täglichen Gebrauch, so ist die Prothese nicht mehr passgenau oder der Zahn hat seine ursprüngliche Position verlassen denn Zähne sind nicht stabil an eine Position gebunden, denken Sie nur an Zahnspangen. Der Kiefer verändert sich einfach im Lauf der Zeit und muss die Prothese von Zeit zu Zeit angepasst werden.

  • Der Kiefer ist im Lauf der Zeit Veränderungen unterworfen. Die Rückbildung betrifft sowohl Knochen als auch Zahnfleisch, wodurch Prothesen den perfekten Halt einbüßen und zu wackeln beginnen, anstatt bewegungsfrei in Position zu bleiben. Um dies zu unterbinden ist es hin und wieder notwendig, die Prothese zu kontrollieren und ggf. unterfüttern zu lassen, um den Gewebeschwund auszugleichen.

  • Klammerfrei ist nicht mit “Haltlos" gleichzusetzen. Es wird demnach ein anderes Element benötigt, um die Prothese fest in ihrer Position zu halten. Es gibt eine Menge von Halteelementen, angefangen vom einfachen Druckknopf auf einem Wurzelstumpf oder Implantat. All diese Halteelemente benötigen einen Zahn oder ein Implantat, um es dauerhaft befestigen zu können. Und ganz besonders wichtig ist, dass links und rechts auf beiden Seiten in etwa dieselben Halteelemente zu finden sind.

  • Je weniger Zähne in den Kiefern vorhanden sind, umso schlechter funktioniert eine Teilprothese und umso schlechter ist der Kaukomfort. Eine schlechte Prothese kann die Nahrungsaufnahme und somit den Allgemeinzustand negativ beeinflussen. Die ideale Teilprothese hat wie die Räder beim Auto hinten und vorne auf beiden Seiten Pfeiler, wodurch die Prothese sich überall an Zähnen abstützen kann und die Kipptendenz reduziert werden kann. Fehlt ein Pfeiler, kippt die Prothese unweigerlich ein wenig ein, weil das Zahnfleisch etwas beweglich ist und nachgibt. Abgesehen davon hindert der dort auftretende Druck auf das Zahnfleisch einen festen Biss, wodurch die Kaukraft abnimmt.

    Ziel einer guten Teilprothese wäre also, 4 gut verteilte Pfeiler zu haben. Dies können Zähne, Implantate oder eine Kombination beider sein. Nicht immer geht das, oft ist es nicht möglich, durch Implantation eine Pfeilervermehrung zu erzielen. Die Gründe können Knochenschwund sein, aber auch der Preis von Implantaten und deren Versorgungen ist oft ein Thema.

  • Ein Implantat ist salopp ausgedrückt der Ersatz einer Zahnwurzel. Auf dieses Implantat lässt sich ein Zahn befestigen oder aber ein Halteelement für eine Prothese. Fehlt beispielsweise in einem Kieferabschnitt jeder Zahn, kann ein Implantat an dieser Stelle den Kaudruck und damit die Belastung des Zahnfleisches durch die Prothese abfangen und gleichzeitig als stabiles Halteelement für die Prothese dienen.

  • Klammerzahnkronen sind Halteelemente für Teilprothesen. Dabei wird ein Teil der sonst über die Prothese auf das Zahnfleisch wirkende Kräfte auf die natürliche Bezahnung abgeleitet. Die Kauleistung erhöht sich dadurch ebenso wie der Kaukomfort. Klammerzahnkronen sehen von außen aus wie Kronen und sind von keramischer Natur. Innen haben sie eine Fräsung, in die sich passgenau die Prothese eingliedert und damit besser sitzt, weniger kippanfällig ist und eine bessere Kaudruckverteilung aufweist.

  • Ja, Haltelemente können Klammern ersetzen. Diese Elemente benötigen einen Zahn oder ein Implantat, um dauerhaft befestigt zu werden und sollten beidseits vorhanden sein. Eine Klammerzahnkrone mit Geschiebe ist damit klammerfrei und wird noch dazu von Ihrer gesetzlichen Krankenversicherung großzügig bezuschußt.

  • Totalprothesen „saugen“ sich an und dabei entsteht ein Unterdruck. Voraussetzung dafür sind 2 Dinge: Die Passgenauigkeit der Prothese muss gegeben sein. Dies beginnt natürlich bei der Herstellung der Prothese, wo der Ventilrand der Prothese besondere Aufmerksamkeit erfordert, denn der Unterdruck darf nicht durch Gähnen, Lachen oder Nießen aufgehoben werden.

    Im Laufe der Zeit muss eine Prothese den Veränderungen des Kiefers angepasst werden. Eine Unterfütterung gleicht den Schwund des Gewebes aus. Probleme bereitet auch häufig eine medikamentenbedingte Mundtrockenheit, die von vielen gängige Medikamenten wie zB Blutdrucksenker, Schlafmittel, Beta-Blocker, Psychopharmaka etc.. verursachet werden. Ist der Mund trocken, funktionieren Totalprothesen oft sehr schlecht.

  • Vor allem der zahnlose Unterkiefer ist einem großen Knochenschwund ausgesetzt, da die Totalprothese im Gegensatz zur Oberkieferprothese die weitaus kleinere Auflagefläche aufweist und sich daher auch nicht gut ansaugen kann. Der schlechtere Halt und der höhere Druck führen zu vermehrtem Knochenschwund. Oft sind dadurch die Muskelansätze der Lippen und Wangenmuskulatur erhöhter Belastung ausgesetzt und es kommt zu Druckstellen. Schleift man diese weg, verkleinert sich die ohnehin geringe Auflagefläche noch mer und der Ventileffekt geht verloren. Ein Teufelskreis, der manchmal damit endet, dass die Prothese an dem im Knochen normalerweise tief unten austretenden Unterkiefernervs drückt und unsagbare Scmerzen verursachen kann.

    Ausweg sind hier Implantate, um der Prothese Halt zu bieten und den Druck auf das Zahnfleisch zu vermindern. Dies stellt einen medizinischen Sonderfall dar, Ihre Krankenkasse zahlt hier einen Teil der Behandlungskosten.

 

ZAHNÄRZTLICHE

Implantate

Häufig gestellte Fragen

und Antworten

Implantate

  • Ein zahnärztliches Implantat ist eine künstliche Zahnwurzel. Es ähnelt einer Schraube mit einer definierten Innenverbindung, um einen Aufbauteil einschrauben zu können. Auf diesem Aufbauteil sitzt entweder ein Zahn, ein Halteelement für eine Prothese oder es wird direkt eine zahnärztliche Brücke darauf festgeschraubt.

  • Die heutzutage verwendeten Zahnimplantate gehen auf den schwedischen Orthopäden Per-Inger Branemark (1967) zurück, der die Biokompatibilität der Titanoberfläche entdeckte. Es gab zuvor bereits Versuche künstliche Zahnwurzeln zu setzen, die Mayas im 7. und 8. Jahrhundert verwendeten bereits zugeschliffene Muschelschalen, wie archäologische Funde zeigten.

  • Ein Implantat wird entweder als Sofortimplantat im Zuge der Extraktion eines Zahnes in dessen Zahnbett gesetzt oder aber nach Ausheilung des Knochens an der Extraktionsstelle nachträglich gesetzt. Dabei erfolgt ein kleiner Schnitt an der zukünftigen Position des Implantates und die Präparation des Knochens, um das Implantat aufnehmen zu können.

    Die Extraktion eines mehrwurzeligen Zahnes ist auf jedem Fall bei Weitem unangenehmer als die Setzung eines Implantats. Die häufigste Antwort, die ich bei der Nachkontrolle einen Tag nach der Implantation zu hören bekomme, ist: Ich hab sicherheitshalber noch ein Schmerzmittel für die Nacht genommen, es aber eigentlich nicht benötigt.

  • Gemeint ist, dass statt des Skalpells eine Stanze verwendet wird, um Zugang zum Knochen zu bekommen. Auch wenn diese Methode für Patient:innen und für den Arzt komfortabel ist, bin ich dennoch davon abgekommen, da dabei Schleimhaut verloren geht und die Sicht auf die Knochenoberfläche fehlt.

     

  • Die Antwort ist relativ einfach. Sie brauchen genügend Knochen an der geplanten Stelle des Implantates. Und natürlich sollte man auf Risikofaktoren wie das Rauchen, schlechte Mundhygiene und Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes achten. Chemotherapie und Bestrahlung im Mund sind Kontraindikationen.

  • Grundsätzlich gilt, dass der Knochen rund um das Implantat mindestens 1 Millimeter betragen muss. Hat das Implantat einen Durchmesser von 3,5 mm, muss der Knochen an der Implantationsstelle demnach 5,5 mm breit sein. Nachdem ein Röntgenbild eine zweidimensional ist und die Breite nicht darstellen kann (nur die Höhe), benötigt man bei fraglicher Knochenbreite ein 3D-Röntgen.

  • Ja, absolut, eine der großen Vorteile der Implantate ist die Haltverbesserung von Totalprothesen bei stark zurückgegangenem Kieferknochen und bei Mundtrockenheit (Totalprothesen müssen sich feucht ansaugen). Durch den Einsatz von Implantaten und entsprechenden Halteelementen lässt sich die Kaukraft und der Halt von Prothesen signifikant verbessern.

  • Um verlorengegangene Zähne zu ersetzen, greife ich bei starkem Knochenschwund in bestimmten Situationen auf kurze, dafür aber mehrere Implantate zurück. Damit die Zähne miteinander verbunden sind verblocke ich kurze Implantate, wodurch die Belastung auf einzelne kurze Implantate minimiert wird. Sollen Knochenaufbauten bei unregelmäßigem Knochenschwund vermieden werden, kommen Sonderformen wie abgeschrägte Implantate zum Einsatz, 

  • Sofern es die Umstände erlauben, ist es generell besser, Implantate im gesunden eigenen Knochen zu verankern, statt diesen zuerst aufzubauen. Einerseits verlängern Knochenaufbauten die Behandlungsdauer, bergen das Risiko von Komplikationen und sind andererseits teuer. Der eigene und gesunde Knochen ist das bessere Implantatbett.

 

ZAHNÄRZTLICHEs

Röntgen

Häufig gestellte Fragen

und Antworten

Strahlungsarmes Röntgen

  • Die Panoramaaufnahme ist ein etwas vergrößertes Röntgenbild und stellt eine zweidimensionale Betrachtungsweise der Strukturen im Mund dar.

  • Nein. Ist genügend Knochenbreite vorhanden, wird kein 3D-Röntgen benötigt. Die Knochenhöhe ist auch mittels Panorama-Röntgen gut darstellbar.

  • Das 3D-Röntgen hilft bei der Entscheidung ob Implantate möglich sind. Mittels dieser dreidimensionalen Aufnahmetechnik wird der Knochen in seiner gesamten Ausdehnung erfasst und exakt dargestellt. Ein Implantat lässt sich in der Bilddatei vorab genau in den Knochen „setzen“ und damit sehr detailliert planen. Es lässt sich dabei auch die richtige Position in Hinblick auf den Zahnersatz testen.

  •  

    Ja, viele!

    Immer dann, wenn es um eine exakte Darstellung geht, ist das 3D-Röntgen von Vorteil. Das 3D-Röntgen hilft beispielsweise bei der Suche nach unklaren Schmerzursachen, die sich im Kleinbild- oder Panoramaröntgen nicht darstellen lassen. Ebenso hilft es bei der genauen Diagnostik von Zähnen, die wurzelbehandelt werden sollen oder deren Wurzelfüllung zu revidieren ist. Auch bei der genauen Bestimmung von Zystengrößen und deren Planung zur operativen Entfernung, der Lagebeziehung vom Unterkiefernerv zum Unterkieferweisheitszahn sowie der Positionsbestimmung von Wurzelresten und Fremdkörpern, ist das 3D-Röntgen das dafür notwendige bildgebende Verfahren. Ausschließlich im 3D-Röntgen sind bei mehrwurzeligen Zähnen Entzündungen nur eines Wurzelkanals zu erkennen. Klinisch weisen diese Zähne oft noch Anzeichen eines funktionierenden Nervs auf. Bei tief liegenden unteren Weisheitszähnen ist es wichtig zu wissen, wo genau der Nerv liegt, um Schäden an diesen zu vermeiden. 

  • Gerne werden Übersichtsaufnahmen gemacht, um die Zahnanlage zu beurteilen. In dieser Aufnahme sieht man, ob alle Zähne angelegt sind und erhält einen Überblick über die Kariesanfälligkeit. Selbst wenn die Zähne noch nicht angelegt wären, hat die Aufnahme im Kindesalter keine therapeutische Relevanz. Sie stellt nur eine schnelle Übersicht dar und wird jährlich von der Krankenkasse bezahlt. Viel wichtiger wäre die Kariesdiagnostik, denn Karies entsteht an den Prädelektionsstellen der Zähne, also am Fissurensystem (Falten der Kaufläche) und an den Kontaktpunkten zwischen den Zähnen. Diese Kontaktpunktkaries sieht man im Mund nicht oder erst bei sehr großen kariösen Läsionen. Nur im Röntgen und strahlungsfrei mit der Diagnocam lassen sich Kariesstellen frühzeitig erkennen.

  • Ja, bei der halbjährlich stattfindenden Routineuntersuchung ist es sinnvoll. Sobald Ihr Kind jedoch über Schmerzen klagt, ist eine Röntgenaufnahme anzuraten.

 

Alle Kassen,

Kosteninformation

Häufig gestellte Fragen

und Antworten

Alle Kassen und Kosteninformation

  • Im Zuge der Erstberatung wird ein Panorama-Röntgenbild erstellt, um Ihren Überblick überblicken zu können. Diese erste Sitzung kostet Sie nichts, denn das Panora-Röntgenbild zahlt die Krankenkasse.

  • Selbstverständlich! Bevor Sie eine Entscheidung treffen, müssen Sie natürlich über die Kosten genau Bescheid wissen und zudem ist eine professionelle zahnärztliche Versorgung eine langfristige Investition, die genau überlegt sein soll. Zumeist sind alternative Lösungsvorschläge sinnvoll, weil mehrere Behandlungsabläufe zur Rehabilitation führen können.


Termin­vereinbarung
Ordinationszeiten, Kontaktformular, Anfahrt

Ihr Termin bei uns

Telefonische Terminvereinbarung:

Montag bis Donnerstag von 07:00 bis 12:00 Uhr

02826 262

Ordinationszeiten:

Montag von 07:00 bis 16:00 Uhr
Dienstag bis Donnerstag von 07:00 bis 15:00 Uhr

Ihre Nachricht

Datenschutzhinweis:

Mit der Nutzung des Kontaktformulars stimmen Sie der Übermittlung und temporären Speicherung Ihrer personenbezogenen Daten zwecks Bearbeitung Ihrer Anfrage und für den Fall von Anschlussfragen zu. Weitere Informationen finden Sie in der Datenschutzerklärung.

Hier finden Sie uns
Rastenfeld 26/1 • A-3532 Rastenfeld