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 Implantologie

 Dr. EWALD LUFTENSTEINER

Künstliche

ZahnwurzelN

Implantate sind eine

einfache und sichere Behandlungsoption

Moderne Zahnmedizin

Heute ist das Setzen von Implantaten eine einfache, routinierte und sicher durchzuführende Behandlungsoption, um fehlende Zähne, Kieferabschnitte oder ganze Kiefer mit festsitzendem Zahnersatz professionell zu versorgen. Auch als Halteelemente für Voll- oder Teilprothesen sind Implantate die erste Wahl, wenn mehr Halt, Kaukraft und Klammerfreiheit erzielt werden sollen. Die klassische Behandlung erfordert im Oberkiefer eine Einheilzeit von 6 und im Unterkiefer von 3 Monaten. Sofern es die medizinischen Umstände erlauben, sind auch kürzere bis gar keine Wartezeiten wie z.B. bei Sofortimplantaten möglich. Eine genau Untersuchung und ein Behandlungsplan sind in allen Fällen obligatorisch.

 

 

 

Allgemeine

Informationen

zu Implantaten

HIGH-TECH

Zahnärztliche Implantate bestehen aus reinem Titan, sind biokompatibel, haben eine runde Geometrie und eine Gewindestruktur. Die Schrauben beherbergen eine Innenverbindung, in die Aufbauteile oder künstliche Zahnkronen eingeschraubt werden können. Rundherum benötigen Implantate eine knöcherne Bedeckung von mind. 1 mm, andernfalls ist mit einem Knochenaufbau zu rechnen. Implantate ersetzen einzelne Zähne und ganze Kiefer erhalten durch die künstlichen Zahnwurzeln eine festsitzende Versorgung. Bei prothetischen Lösungen wird durch den besseren Halt die Kaukraft gleichmäßiger verteilt.

Klassische Behandlung

Die Einheilzeit beträgt nach dem ersten Eingriff mit dem Setzen der Implantate im Oberkiefer sechs und im Unterkiefer drei Monate. Die Implantate heilen dabei geschützt unter der vernähten Schleimhaut ein, um nicht dem Milieu der Mundhöhle (Bakterien, Pilze etc.) und Belastungen ausgesetzt zu werden. Beim zweiten Eingriff wird mit einem minimalen Schnitt das Implantat freigelegt und die Deckelschraube gegen den Aufbau für den Zahnersatz getauscht und sicher verankert. Danach wird der Zahnersatz eingesetzt, womit die Behandlung abgeschlossen ist.

Sofortversorgte Implantate

Das sind frisch gesetzte Implantate, die mit provisorischen Kronen, zumeist aus Kunststoff (weicher) versorgt werden, um der optischen Erscheinung Genüge zu tun. Diese provisorischen Versorgungen dürfen keinen Kaukontakt haben und, noch wichtiger, auch beim Zähneknirschen und Zähnepressen (unbewusst im Schlaf und in stressigen Situationen) keinen Kontakt haben. Dies trifft im Regelfall fast nur bei Implantaten in der sichtbaren Frontregion im Oberkiefer zu.

All-on-4/6:

Sofortbelastete Implantate

 

Darunter sind miteinander verblockte Implantate zu verstehen, die einen gesamten Kiefer für festsitzenden Zahnersatz vorbereiten. Dabei werden im zahnlosen Kiefer 4 bis 6 Implantate gesetzt und mit einer provisorischen Kunststoff-Brücke versorgt. Nach der Einheilungsphase von 6 bis 12 Monaten wird das Provisorium entfernt und der hochwertige Zahnersatz eingesetzt. Dank der 3D-Röntgendiagnostik entsteht die Planung der Brücke und Implantations-Schablone am Computer und wird danach sogleich im Labor hergestellt. Der Patient erhält somit Implantate und Brücke in einer Sitzung.

Sofortimplantate

Wird ein zahnärztliches Implantat unmittelbar nach der Extraktion eines Zahnes gesetzt, spricht man von einem Sofortimplantat. Voraussetzung ist meist ein einwurzeliger Zahn sowie eine intakte knöcherne Alveole (Zahnfach), wodurch kaum nachpräpariert werden muss. Der vor der Extraktion die Zahnwurzel umgebende Knochen (Bündelknochen) ist hochreaktiv und heilt dadurch viel schneller aus. Voraussetzung ist die primäre Stabilität des Implantats und eine definierte Festigkeit beim Eindrehen, damit sich bei Bewegungen sowie Erschütterungen das Implantat nicht lockern kann.

Implantate aus Keramik

Weltweit wird intensiv die Verwendung von Zirkonoxyd als Material für Implantate erforscht. Während die Verträglichkeit von Keramik besonders gut zu sein scheint, lässt die prothetische Vielfalt im Vergleich zu Titanimplantaten noch zu wünschen übrig. Keramikimplantate sind einteilig und „schauen“ aus dem Zahnfleisch hervor. Titanimplantate sind hingegen zweiteilig und können mit einer Vielfalt an Aufbauteilen kombiniert werden. Derzeit beobachte ich noch die Behandlungsmöglichkeiten mit vollkeramischen Implantaten und sehe bislang noch nicht den entscheidenden Vorteil gegenüber Titanimplantaten.

 

 

 

Antworten

von Dr. Luftensteiner

auf häufig gestellte Fragen

zu Implantaten

  • Ein zahnärztliches Implantat ist eine künstliche Zahnwurzel. Es ähnelt einer Schraube mit einer definierten Innenverbindung, um einen Aufbauteil einschrauben zu können. Auf diesem Aufbauteil sitzt entweder ein Zahn, ein Halteelement für eine Prothese oder es wird direkt eine zahnärztliche Brücke darauf festgeschraubt.

  • Die heutzutage verwendeten Zahnimplantate gehen auf den schwedischen Orthopäden Per-Inger Branemark (1967) zurück, der die Biokompatibilität der Titanoberfläche entdeckte. Es gab zuvor bereits Versuche künstliche Zahnwurzeln zu setzen, die Mayas im 7. und 8. Jahrhundert verwendeten bereits zugeschliffene Muschelschalen, wie archäologische Funde zeigten.

  • Ein Implantat wird entweder als Sofortimplantat im Zuge der Extraktion eines Zahnes in dessen Zahnbett gesetzt oder aber nach Ausheilung des Knochens an der Extraktionsstelle nachträglich gesetzt. Dabei erfolgt ein kleiner Schnitt an der zukünftigen Position des Implantates und die Präparation des Knochens, um das Implantat aufnehmen zu können.

    Die Extraktion eines mehrwurzeligen Zahnes ist auf jedem Fall bei Weitem unangenehmer als die Setzung eines Implantats. Die häufigste Antwort, die ich bei der Nachkontrolle einen Tag nach der Implantation zu hören bekomme, ist: Ich hab sicherheitshalber noch ein Schmerzmittel für die Nacht genommen, es aber eigentlich nicht benötigt.

  • Gemeint ist, dass statt des Skalpells eine Stanze verwendet wird, um Zugang zum Knochen zu bekommen. Auch wenn diese Methode für Patient:innen und für den Arzt komfortabel ist, bin ich dennoch davon abgekommen, da dabei Schleimhaut verloren geht und die Sicht auf die Knochenoberfläche fehlt.

     

  • Die Antwort ist relativ einfach. Sie brauchen genügend Knochen an der geplanten Stelle des Implantates. Und natürlich sollte man auf Risikofaktoren wie das Rauchen, schlechte Mundhygiene und Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes achten. Chemotherapie und Bestrahlung im Mund sind Kontraindikationen.

  • Grundsätzlich gilt, dass der Knochen rund um das Implantat mindestens 1 Millimeter betragen muss. Hat das Implantat einen Durchmesser von 3,5 mm, muss der Knochen an der Implantationsstelle demnach 5,5 mm breit sein. Nachdem ein Röntgenbild eine zweidimensional ist und die Breite nicht darstellen kann (nur die Höhe), benötigt man bei fraglicher Knochenbreite ein 3D-Röntgen.

  • Ja, absolut, eine der großen Vorteile der Implantate ist die Haltverbesserung von Totalprothesen bei stark zurückgegangenem Kieferknochen und bei Mundtrockenheit (Totalprothesen müssen sich feucht ansaugen). Durch den Einsatz von Implantaten und entsprechenden Halteelementen lässt sich die Kaukraft und der Halt von Prothesen signifikant verbessern.

  • Um verlorengegangene Zähne zu ersetzen, greife ich bei starkem Knochenschwund in bestimmten Situationen auf kurze, dafür aber mehrere Implantate zurück. Damit die Zähne miteinander verbunden sind verblocke ich kurze Implantate, wodurch die Belastung auf einzelne kurze Implantate minimiert wird. Sollen Knochenaufbauten bei unregelmäßigem Knochenschwund vermieden werden, kommen Sonderformen wie abgeschrägte Implantate zum Einsatz, 

  • Sofern es die Umstände erlauben, ist es generell besser, Implantate im gesunden eigenen Knochen zu verankern, statt diesen zuerst aufzubauen. Einerseits verlängern Knochenaufbauten die Behandlungsdauer, bergen das Risiko von Komplikationen und sind andererseits teuer. Der eigene und gesunde Knochen ist das bessere Implantatbett.


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